"Waste Free" Weihnachten

Traditionell steigen die Konsumausgaben gegen Ende des Jahres deutlich an - für Dekoration, Geschenke und natürlich auch für das Essen. Die Deutschen lieben die Weihnachtszeit. Jedes Jahr geben wir mehr und mehr Geld für Geschenke aus (Quelle: Statista). Gleichzeitig wissen wir alle in Zeiten von #FridaysForFuture, dass unser Konsumverhalten massive Auswirkungen auf unsere Umwelt hat. Das macht auch beim Thema Lebensmittel nicht Halt: Während der besinnlichen Zeit landet deutlich vermehrt gutes Essen in der Tonne. Ob Hamsterkäufe vor den Feiertagen, falsche Lagerung bei Heizungsluft oder falsch vermutete Haltbarkeit beim Ausmisten von Vorräten - die Gründe für das Wegwerfen von Lebensmitteln sind vielfältig während der Weihnachtszeit.

Doch mit kleinen Änderungen können in der Weihnachtszeit große Wirkung erzielt werden, damit deutlich weniger gutes Essen verschwendet wird. Wir teilen hier unsere vier Tipps, wie jeder von uns in der (vor)weihnachtlichen Zeit mehr Lebensmittel retten kann:

  1. Vorausschauende Einkaufsplanung

Ob Lebkuchen, Konserven oder frische Produkte - für die festlichen Mahlzeiten während der Weihnachtszeit lohnt es sich einen Blick in den Terminkalender zu werfen: Wann steht Besuch an? Wann ist man selbst Gast? Wer sich dann die Rezepte mit Mengenangaben noch einmal etwas genauer anschaut, kann besser einschätzen, welche Mengen tatsächlich benötigt werden.

Und wir alle waren schon einmal in der Situation, vor Feiertagen Hamsterkäufe zu tätigen. Für diesen Fall kann es helfen, sich noch einmal vor Augen zu führen, dass die meisten Supermärkte nach drei Tagen wieder die Tore öffnen. Oder auf konservierte Produkte zu setzen - sie sind sehr viel länger haltbar als frische Ware.

  1. Nachhaltige Lebensmittelauswahl

Viele freuen sich an den Festtagen über ein besonders Festmahl, häufig auch mit Lebensmitteln, die nicht ganz so häufig auf dem Speiseplan stehen. Trotzdem kann man durch die Auswahl von regionalen und saisonalen Produkte einiges an CO2 für Transportwege und Gewächshäuser einsparen. Manchmal muss es nicht das exotische Gemüse von einem anderen Kontinent sein, um Neues auszuprobieren. Ein Saisonkalender kann eine Hilfestellung sein. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Steckrübenpürree statt dem klassischen Kartoffelstampf?

Wer für das Festmahl nicht auf Fleisch verzichten möchte, kann dennoch eine nachhaltigere Alternative wählen. Beispielsweise über Angebote von Crowdbutchering: Erst wenn 100 % des Tieres verkauft wurden, wird es tatsächlich geschlachtet. Auch hier gilt: vorausschauendes Einkaufen! Für den Fischkauf zeichnen verschiedene Siegel nachhaltige Fischerei aus. Eine Übersicht der Siegel gibt es beispielsweise hier.

  1. Was tun mit den Resten?

Wenn trotz sorgfältiger Planung leckeres Essen übrig bleibt, muss dieses nicht sofort in der Tonne landen. Die richtige Lagerung von Obst und Gemüse oder das Einfrieren von Resten helfen dabei, dass die Lebensmittel länger haltbar sind. Für Tipps zur richtigen Lagerung, schaut doch mal bei der Seite des BMEL vorbei.

“Aus Alt mach Neu” gilt auch für Reste von den Feiertagen. Im Internet gibt es jede Menge Inspiration, welche leckeren Gerichte sich aus den Resten zaubern lassen. Und wie wäre es mit einem Retter-Dinner mit Freunden? Hier geht es zu Rezeptideen.

  1. Sinne nutzen, bevor Reste entsorgt werden

Der ein oder andere wird die freie Zeit zwischen den Jahren vielleicht fürs Aufräumen nutzen - wie beispielsweise Speisekammern oder Kühlschränke. Bei den Datumsangaben auf den Produkten heißt es allerdings obacht: Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist nicht das Verbrauchsdatum. Das MHD gibt lediglich an, bis zu welchem Zeitpunkt das Produkt auf jeden Fall den spezifischen Qualitätsanforderungen des Herstellers entspricht. Es ist aber häufig sehr viel länger genießbar. In dem Fall heißt es dann: Sinne einsetzen bevor die Produkte einfach in der Tonne landen. Schauen - Riechen - Schmecken.

Franziska Lienert
Content Manager

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