Superfood aus Deutschland

Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah! Das gilt auch für unser Essen. Besonders die sogenannten Superfoods müssen oft weite Strecken zurücklegen bis sie in Deutschland ankommen, weisen teils Schadstoffrückstände auf und teuer sind sie auch noch. Dabei gibt es hier leckere Alternativen, die mindestens genauso tolle Superkräfte in uns freisetzen wie die internationalen Varianten. Wir haben eine kleine Liste für euch zusammengestellt, damit vielleicht ein paar Reisekilometer eingespart werden können.

Wie wäre es mit...

… Leinsamen statt Chiasamen

Chiasamen enthalten viel Calcium, Eisen, Omega-3-Fettsäuren und Ballaststoffe. Sie müssen allerdings aus Südamerika angeliefert werden. Wer das auch alles enthält: unsere heimischen Leinsamen. Schmecken super in Smoothies, Müsli oder Brot. Besonders gut können die Wirkstoffe aufgenommen werden wenn die Leinsamen schon zerkleinert sind. Wer auf Omega-3-Fettsäuren steht (und das sollten wir alle tun) kann Leinsamen-Öl verwenden. Da ist besonders viel drin.

… Rotkohl, Sauerkirsche und Blaubeeren statt Acaibeeren

Es ist kein Zufall, dass sich diese Lebensmittel in ihrer Farbe so sehr gleichen. Sie enthalten alle Anthocyan, was ihnen die dunkelrote Farbe verleiht. Zudem sind sie alle reich an Antioxidantien. Acaibeeren wird dank dieser nachgesagt, dass sie schlank machen sollen, allerdings müssen sie auch aus dem Regenwald geliefert werden.

… Lupinen statt Sojabohnen

Die Sojabohnen ist wie wir wissen ein Multitalent. Allerdings stammt sie meist aus Anbauflächen außerhalb von Deutschland. Lupinen hingegen sind ein toller heimischer Eiweißlieferant und enthalten die lebensnotwendigen Aminosäuren. Und auch sie sind vielseitig einsetzbar. Zum Beispiel als Brotaufstrich, Mehl und in veganen Ersatzprodukten. Gerne werden sie wie Tofu verwendet.

… Broccoli und Grünkohl statt Weizengras

Weizengras punktet mit dem Farbpigment Chlorophyll, das den Pflanzen ihre grüne Farbe verleiht. Dieses soll gut zur Entgiftung von krebserregenden Substanzen und für die Verdauung sein und außerdem die Wundheilung fördern. Genauso toll sind aber auch günstigere heimische grüne Gemüsesorten wie Broccoli, Grünkohl und Salat. Und dabei noch so lecker!

… Schwarze Johannisbeeren statt Gojibeeren

Gojibeeren enthalten sehr viele Vitaminen, insbesondere Vitamin C, sowie 21 Mineralien und Spurenelemente. Allerdings reisen sie aus China an und es wurden mitunter Pestizidrückstände auf ihnen gefunden. Da haben wir etwas, was als Alternative eine richtig gute Figur macht: die schwarze Johannisbeere. Sie hat dieselben Vitamin- und Mineralvorteile, im Winter greift man aber am besten auf die gefrorene Variante zurück. Hagebutten und Sanddorn sind übrigens beliebte Geschwister mit ähnlich tollen Vorteilen.

… Heimische Hirse statt Quinoa

Quinoa ist ein sehr beliebtes Essen, gerade bei Menschen, die Gluten nicht vertragen. Transportiert wird sie jedoch aus den Anden in Südamerika. Hirse kann hier eine gute Alternative sein. Man sollte jedoch darauf achten, dass die Hirse wirklich von hier kommt, sonst bleibt der Reiseweg ähnlich.

Heimischer Extra-Superstar: Sauerkraut

Hierzu haben wir kein Gegenstück, aber unerwähnt wollen wir es trotzdem nicht lassen: Das gute alte rohe Sauerkraut. Es ist fermentiert und enthält daher jede Menge probiotische Kulturen, die eine sehr positive Wirkung auf das Verdauungssystem haben. Sowohl Magen als auch Darm freuen sich beim Verzehrt. Es sollte aber immer roh gegessen werden, im Glas verliert es leider schnell seine Wirkung.

Natürlich kann man sich auch ab und zu die genannten internationalen Superfoods gönnen. Wie immer gilt auch hier: alles in Maßen. Bei weit gereisten Produkten lohnt es sich dennoch immer den CO2-Ausstoß im Hinterkopf zu behalten und auf fairen, biologischen Anbau zu achten. Probiert doch ansonsten heimische Alternativen aus. Am Ende entdeckt man noch neue Dinge, direkt vor der eigenen Nase. 

Franziska Lienert
Content Manager

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