Bye-Bye, Schokolade: Wie der Klimawandel unser Lieblingsessen gefährdet

Der Klimawandel wird einen größeren Einfluss auf unser tägliches Leben haben, als wir uns vorstellen können. Aufgrund der steigenden Temperaturen und der Häufigkeit von Wetterextremen, sind negative Auswirkungen auf die Lebensmittelproduktion und damit auf unser Essen nicht selten. Hier zeigen wir euch die sechs Lebensmittel, die aufgrund des Klimawandels verschwinden könnten.

Kaffee

Überdurchschnittliche Wärme und Wetterveränderungen sorgen z.B. in Südamerika für das vermehrte Auftreten von invasiven Tierarten und Pilzen, die Kaffeeplantagen stark schädigen und sogar zerstören können. Hinzu kommen anhaltende Dürren, die große Ernteverluste verursachen.

Aber Südamerika ist nicht die einzige Region, die unter den Folgen des Klimawandels leidet. Es wird erwartet, dass die Zahl der afrikanischen Regionen, in denen Kaffeepflanzen angebaut werden können, in Zukunft um zwischen 65% und 100% sinkt.

Meeresfrüchte

Der Temperaturanstieg und die erhöhte CO2-Konzentration in der Atmosphäre belasten auch die Meere. Gelangt mehr CO2 ins Meer, sinkt der pH-Wert und das Wasser wird saurer. Die Übersäuerung des Wassers bedroht das Leben vieler Arten, da sie sich nicht an den neuen sauren pH-Wert anpassen können. Die Veränderung des Wassers führt auch dazu, dass einige Meerestiere in andere Gebiete wandern, was ein Ungleichgewicht im Ökosystem zur Folge hat.

Schokolade

Kakaobohnen, die zur Schokoladenherstellung benötigt werden, sind durch den Klimawandel ebenfalls gefährdet, da Wassermangel sowie Temperaturanstieg die deren Ernte verringern. Zum Beispiel wird die Temperatur in Länder wie Ghana bis 2050 um durchschnittlich 2°C ansteigen, wodurch Bäume mehr verdunsten müssen und somit viel Wasser verlieren. Das führt dazu, dass ihre Kakaosamenproduktion sinkt und sie weniger ertragreich sind.


Bier

Schlechte Nachrichten für Bierliebhaber. Die Bierproduktion wird bereits jetzt durch den Klimawandel beeinflusst und die Erzeuger haben Schwierigkeiten,  genug Wasser zu beschaffen und ausreichend Ernteerträge zu produzieren. Eine im Wissenschaftsmagazin Nature Plants veröffentlichte Studie hat verschiedene Klimaszenarien untersucht, um die Auswirkungen auf die Felder in den nächsten 80 Jahren zu messen. Wenn wir den Klimawandel nicht abmildern, kommt es zu Bierknappheit und einem erheblichen Preisanstieg. In Belgien würden die Preise beispielsweise um 95%, in Irland um 93% und in Polen sogar um 377% steigen, wodurch der derzeitige Verzehr um ein Drittel gesenkt werden würde.

Wein

Traurig, aber wahr: auch Wein wird betroffen sein. Weinberge reagieren sehr sensibel auf ihre Umgebung, da ganz spezielle Bedingungen erforderlich sind, um guten Wein herzustellen. Daher ist es wahrscheinlich, dass die Weinproduktion aufgrund des Klimawandels zurückgehen wird. Auch das Aroma kann sich ändern, da die Weinberge konkrete Temperaturen benötigen. Auf der anderen Seite gibt es, wie The Guardian sagt, auch eine gute Nachricht: Der Zuckergehalt wird steigen und die Wirkung vom Wein wird schneller zu spüren sein. Wenn auch zu einem höheren Preis.


Mais (und die Tiere, die ihn fressen)

Die weltweite Maisproduktion ist bereits um 4% niedriger als sie ohne Temperaturanstieg wäre. Das wirkt sich nicht nur auf den direkten Maiskonsum aus, sondern auch auf die gesamte Fleischindustrie, da Mais zu den häufigsten Futtermitteln für Tiere, die für den menschlichen Verzehr gedacht sind, gehört. Ein weiterer Anstieg der Temperaturen würde also zu höheren Preisen führen, sowohl für Mais, als auch für alle tierischen Produkte.

Wie ihr seht, wirkt sich der Klimawandel bereits negativ auf die Landwirtschaft und damit auf unsere Lebensmittel aus. Auch wenn sie nicht vollständig verschwinden, werden sie jedoch erheblich weniger und gleichzeitig deutlich teurer. Ein Grund mehr, etwas gegen den Klimawandel zu tun. 

Wir glauben, dass eigentlich niemand noch mehr Gründe braucht, um sich gegen die derzeitige Klimakrise einzusetzen. Aber falls man es nicht für den Planeten tut, dann doch zumindest für unser Essen! ;) 

Franziska Lienert
Content Manager

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